2008 scheint auf gar keinen Fall das Jahr von Yahoo zu sein. Im vergangenen Jahr kehrte Gründer Jerry Yang als CEO zurück, um das Ruder endlich herumzureißen und das Dickschiff Yahoo in seichtere Fahrgewässer zu manövrieren. Doch auch Yang hat es nicht geschafft, das Unternehmen aus der Krise zu führen – vielmehr hat er sie noch vergrößert.
Man erinnere sich an die Übernahmeabsichten von Microsoft, gegen die sich Yang mit aller Gewalt gesträubt hat. So kam es, dass sich Yahoo mit dem Erzrivalen Google verbündete, um dem noch größere Erzrivalen aus Redmond entfliehen zu können. Doch dann kam alles anders: Die us-amerikanische Regulierung hat den beiden Unternehmen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass sich Google letzten Endes dazu gezwungen sah, von seinem Vorhaben abzusehen und die Braut alleine am Altar stehen zu lassen.
Inzwischen hat Yahoo bekannt begeben, sich unter den Rettungsschirm von Microsoft stellen bzw. sich nun doch kaufen lassen zu wollen. Damit wäre Microsoft der große Gewinner, der jetzt am deutlich längeren Hebel sitzt und sein ursprüngliches Übernahmeangebote sichtlich nach unten korrigieren kann – sofern er dies den tun wird. Angeblich soll das Unternehmen dem Suchmaschinenbetreiber die kalte Schulter zeigen.
