Zunächst mag es für einige wie ein Witz geklungen haben, doch die Franzosen meinen es tatsächlich ernst: Die französische Regierung denkt darüber nach, Online-Werbeeinnahmen zu besteuern. Mit den Einnahmen möchte man legale Downloads fördern und auf diesem Weg Jugendliche daran gewöhnen, von Raubkopien die Finger zu lassen und stattdessen Musik etc. im Internet auf dem legalen Weg zu erwerben.
Um dieses Vorhaben finanzieren zu können, benötigen die Franzosen in diesem Jahr voraussichtlich 40 Mio. Euro. Diese sollen nun von Online-Marketingunternehmen eingetrieben werden – vor allem die großen Anbieter wie Google hat die Regierung in Paris ins Auge gefasst. Aus diesem Grund wird mittlerweile von der so genannten Google-Steuer gesprochen.
Bisher war nicht sicher, ob tatsächlich Aussichten auf eine Erhebung der Steuer bestehen. Doch inzwischen hat sich Präsident Sarkozy zu Wort gemeldet und eindeutig für die Steuer ausgesprochen. Demnach wäre es möglich, dass Unternehmen, die Werbeeinnahmen in Frankreich erzielen (und zwar unabhängig von ihrem Geschäftssitz) die Google-Steuer entrichten müssen, die sich auf ca. 1 bis 2 Prozent des Umsatzes belaufen soll.
Wer befürchtet, dass eine solche Steuer auch nach Deutschland kommen könnte, darf erst einmal aufatmen. Wie bei Carta zu lesen ist, hat sich die SPD bereits gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen. Ebenso wenig ist damit zu rechnen, dass die FDP auf die Erhebung der Steuer abzielen könnte.
