Es war vor ungefähr drei Jahren, als Twitter nur wenigen Leuten ein Begriff war und seinen Siegeszug gerade erst angetreten hat. Zum damaligen Zeitpunkt kam ein schlauer Junge auf die Idee, sich mehrere Twitter Accounts zu registrieren – am besten solche, die verwertbare Namen aufweisen. Unter anderem hat er sich auch den Twitter Account „Mannheim“ geschnappt.
Ungefähr drei Jahre später hat jemand bei der Stadt Mannheim das Wort Twitter aufgeschnappt und nachgesehen, ob nicht die Möglichkeit besteht, einen solchen Account anzulegen. Doch oh Schreck: Der gewünschte Name ist schon weg. Anstatt kreativ zu sein und einfach einen ähnlichen Namen zu reggen, hat man den Eigentümer des gewünschten Accounts ermittelt und ihm gedroht.
Auf mehreren Blogs ist von einer Abmahnung zu lesen. Allerdings handelt es sich um kein Schreiben, das von einem Anwalt stammt. Vielmehr wurde das Dokument auf einem Paper mit Briefkopf der Stadt Mannheim verfasst. Der Inhalt in Kürze: Die Stadt fordert die Herausgabe des Accounts – und droht damit, ggf. auch rechtliche Schritte einzulegen. Ob es soweit kommen wird, bleibt abzuwarten. Ich könnte jetzt mit blogosphäre-typischen und inzwischen arg langweilenden Worten wie „Streisand-Effect“ um mich werfen, aber darauf habe ich am Vormittag eines schönen Sonntags keine Lust. Warten wir einfach ab, was passiert.
