Jeder erfahrene Publisher weiß nur zu gut, dass es keine ehrenwerte Sache ist, sich am Content anderer Leute zu bedienen. Ob es sich dabei um Texte, Fotos oder Videos handelt, ist im Grunde egal: In Deutschland gibt es ein Urheberrecht, das es sehr ernst zu nehmen gilt. Schon so mancher Webmaster, Blogger und auch SEO musste erfahren, dass Verstöße gegen das Urheberrecht äußerst kostspielig werden können.
Allerdings müssen sich Publisher, SEOs und Co nicht den Vorwurf gefallen lassen, die einzigen zu sein, die sich mit dieser Problematik des Öfteren herumstreiten zu müssen. Ein ganz anderer Fall von Content-Klau macht seit einigen Tagen die Runde: Es geht um das Buch Axolotl Roadkill von Helene Hegemann. Es liegt noch nicht sehr lange zurück, da wurde die junge Frau als neuer großer Star der deutschen Autoren-Szene gefeiert. Doch wie sich jetzt herausstellt, hat die Autorin ordentlich abgekupfert.
Bei einem Blogger soll sie ordentlich kopiert haben, ohne dessen Werk als Quelle zu nennen. Einen Buchpreis kann man ihr deshalb nun nicht mehr verleihen, aber interessanterweise gibt es Feuilleton-Schreiber, die sich an diesen Umständen nicht stören und der jungen Damen bereits verziehen haben. So viel Verständnis sollten die Leute für Blogger, die unbewusst ein geschütztes Bild verwenden, auch mal haben. Aber es kommt noch dicker, wie sich nun herausstellt: Die Story eines französischen Schriftstellers hat die junge Frau angeblich auch abgekupfert und in ihr vermeintliches Meisterwerk einfließen lassen.
