Leider fehlt mir die Zeit, ständig auf Rivva unterwegs zu sein und das Geschehen in der Blogsphäre zu verfolgen. Deshalb habe ich auch erst heute mitbekommen, welche Schlammschlacht Greenpeace und Nestle derzeit auf Facebook austragen. Inhaltlich interessiert mich die Geschichte nicht sonderlich, marketingtechnisch dafür aber umso mehr.
Was ist passiert? Ganz einfach: Greenpeace hat auf Facebook einen Beitrag veröffentlicht und damit Nestle ordentlich eins über die Mütze gezogen. Der Beitrag gewann aufgrund der Kommentarfunktion innerhalb kürzester Zeit ein äußerst hohes Maß an Aufmerksamkeit. Hierbei geht es um Kommentareingänge und Empfehlungen, die aus Marketingsicht einfach nur traumhaft sind: Letztlich hat Greenpeace so gut wie kein Geld in die Kampagne investiert, weil die Mitglieder des Social Networks eigenständig für den Buzz gesorgt haben.
Es gibt mehrere Leute, die sich die Kommentarzahlen näher angesehen und das Geschehnis untersucht haben. Dabei fällt auf, dass die Verbreitung der Story nach einem vergleichsweise schleppenden Start schlagartig angezogen hat – ein typischer Effekt für Social Networks. Gleichzeitig meinen einige Leute sagen zu können, dass Nestle selbst dazu beitragen hat, den Effekt zu verstärken, indem man falsch reagiert hat.
Dass die Greenpeace Kampagne im Übrigen nur sehr oberflächlich war, stellt talkabout dar: Inhaltlich hat diese nicht viel zu bieten. Aber die Leute auf Facebook scheinen sich mit den Themen nicht intensiv zu beschäftigen – was gerade dann von Vorteil ist, wenn man eine Sache ins Rollen bringen möchte.
