Bei netzwertig wurde gestern ein Beitrag veröffentlicht, der sich mit der Nutzung von Social Networks beschäftigt. Grundlage des Beitrags bildet eine Marktforschungsstudie, die auf eine Marktsättigung hinweist: Im Großen und Ganzen sollen die Internetnutzer gefunden sein, die Social Networks nutzen.
Dies soll aber nicht bedeuten, dass Netzwerke wie Facebook und Co. nicht mehr wachsen können. Schließlich kann es auch zu einer Umverteilung kommen, beispielsweise indem User von studiVZ zu Facebook abwandern. Folglich ist damit zu rechnen, dass der Markt weiterhin ordentlich in Bewegung bleibt.
Auf der anderen Seite gilt es sich zu fragen, ob tatsächlich eine Sättigung festzustellen ist. Auch wenn gerade Deutschland keine beeindruckende Geburtenrate aufweisen kann, so kommen immer noch junge Menschen nach und sorgen für Wachstum – schließlich tummeln sich nur relativ wenige Senioren in den sozialen Netwerken.
Übrigens wird in der Studie auch auf eine gewisse Passivität hingewiesen: Rund 40 Prozent der Nutzer nehmen in den Social Networks eher eine passive bzw. beobachtende Rolle ein. Auch hier könnte noch Wachstumspotential bestehen. Etliche User sind mit Facebook und Co. noch nicht so sehr vertraut und ggf. auch durch die Medien (Stichwort Datenschutzdebatte) verunsichert. Im Lauf der Zeit könnten sich dies (vor allem durch einen Lernprozess) ändern, wodurch die User-Aktivität doch noch zunimmt.
