Google will Maps Integration kostenpflichtig machen

Geschrieben von Jochen am 31. Oktober 2011 in Kategorie Online-Marketing

Quelle: Google PressezentrumMit Maps bzw. seinen Karten hat Google einen viel gefragten Services geschaffen. Schon seit Jahren ist die Begeisterung am Kartenservice ungemein groß: Millionen von Nutzern planen ihre Routen mittlerweile mit Hilfe von Google. Außerdem werden die Kartendaten noch für zahlreiche andere Dinge eingesetzt.

Bislang wurde der Service kostenlos angeboten. Im Grunde soll sich daran auch nichts ändern – zumindest nicht für den privaten Endanwender. Anders sieht es hingegen bei gewerblichen Nutzern aus. Google will einige kommerzielle Nutzer schon bald zur Kasse bitten. Das Unternehmen ist nämlich darum bemüht, neue Einnahmequellen zu erschließen, um somit noch profitabler zu werden und gleichzeitig eine stärkere Unabhängigkeit vom Anzeigengeschäft zu erlangen.

Der Aufschrei in der Webmaster- und Entwicklerszene war gut zu hören. Viele Publisher waren zunächst sehr verunsichert, als es plötzlich hieß, die Integration von Google Maps soll kostenpflichtig werden. Google erlaubt es nämlich, den Map-Service in andere Webprojekte zu integrieren. Webmaster, die bestimmte Webseiten mit Kartendaten ausstatten möchten, können dies vergleichsweise leicht vornehmen.

An diesen Nutzern möchte Google künftig verdienen. Allerdings können die meisten Publisher aufatmen, da sie nicht so schnell zur Kasse gebeten werden. Im Wesentlichen geht es Google darum, diejenigen zur Kasse zu beten, die den Service sehr intensiv nutzen und täglich große Mengen an Kartendaten abrufen. Wie bei Spiegel Online zu lesen ist, soll die Nutzung kostenpflichtig werden, wenn mehr als 10.000 Zugriffe pro Tag erfolgen. Wie hoch die Kosten bemessen sind, steht noch nicht fest. Der Beitrag von Spiegel Online verweist auf geschätzte Kosten von ca. 10 Euro je 1.000 Aufrufe.

Nur wenige Publisher dürften es schaffen, täglich eine solch große Anzahl an Aufrufen zu erzeugen – zumal ohnehin nur die Aufrufe betroffen sind, die via API erfolgen. Die große Mehrheit der Publisher kann daher aufatmen: Sie können den Maps-Service weiterhin kostenlos nutzen.

Die Frage ist natürlich, ob Google auch in anderen Bereichen auf diese Weise verfahren könnte. Immerhin bietet das Unternehmen mittlerweile eine ganze Menge an verschiedensten Services an, die bislang noch kostenlos sind. Womöglich könnte sich dies aber schon bald ändern, sodass Kreditkartendaten hinterlegt werden müssen, damit eine uneingeschränkte Nutzung möglich bleibt.

Aber vermutlich dürfte es sich in solchen Bereichen ebenfalls so verhalten, dass in erster Linie die großen und somit intensiven Nutzer zur Kasse gebeten werden. Ansonsten wäre es so, dass es häufig noch Ausweichmöglichkeiten gibt. Im Bereich des Kartedaten ist es beispielsweise so, dass die Konkurrenten ähnliche Informationen zur Verfügung stellen.

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