Können Shoppingclubs doch nicht ohne SEO?

Geschrieben von Jochen am 08. November 2011 in Kategorie SEO

Shoppingclubs waren in den vergangenen Jahren ein ganz großes Thema. Gleich mehrere Anbieter konnten sich rasch am Markt etablieren und andere Webunternehmen mit gewaltigen Umsätzen beeindrucken. Außerdem gab es auch schon den einen oder anderen großen Exit, der letztlich einen noch viel stärkeren Fokus auf diesen Bereich des E-Commerce gezogen hat.

Allerdings scheint in der Welt der Shoppingclubs nichts alles rund zu laufen. Bei excitingcommerce wurde ein Beitrag veröffentlicht, der auf die Probleme und Schwierigkeiten der Clubbetreiber aufmerksam macht. Zwar mögen viele der Clubs beeindruckende Umsätze ausweisen, doch zufrieden sind die Investoren wohl nicht immer. Außerdem ist der Wettbewerb enorm hoch, weshalb zunehmend mehr Clubs dazu übergehen, ihr Leistungsspektrum zu erweitern.

Eine dieser Entwicklungen ist das Errichten eigener Stores / Outlets. Das Prinzip ist vergleichsweise simpel: Die Clubs öffnen sich über frei zugängliche Shoppingbereiche nach außen hin. Dort kann kräftig eingekauft werden – Interessenten lockt man mit günstigen Preisen. Zumindest werden günstige Preise versprochen. Ob diese Preise am Ende tatsächlich so günstig sind, ist wiederum eine andere Geschichte.

Dass die Shoppingclubs auf eigenes Shops setzen, hat im Wesentlichen zwei Gründe. Es gibt Anbieter, die schlichtweg immens große Mengen an Artikeln bereitstellen können. Per typischer Shopaktion lassen sich diese Artikelmengen nicht immer abverkaufen. Weil die Nachfrage so groß ist, kann es sich lohnen, sie für deutlich längere Zeiträume in Shopbereichen anzubieten. Aber auch das Thema SEO ist nicht außer Acht zu lassen.

Beim klassischen Shoppingmodell ist das Thema SEO nur bedingt von Toleranz. Die Betreiber können ihre Seiten auf Begriffe wie „Shoppingclub“ oder auch auf einzelne Marken optimieren. Alles in allem sind die Ranking- und Traffic-Möglichkeiten dadurch jedoch enorm eingeschränkt. Sobald ein Onlineshop in Betrieb genommen wird, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Plötzlich kann auf sämtliche im Shop erhältliche Artikel sowie Kategoriebegriffe optimiert werden.

Wie dem Beitrag von excitingcommerce sowie den dort zu findenden Kommentaren zu entnehmen ist, dürfte die Entwicklung in Richtung offene Shops vor allem mit den SEO-Möglichkeiten zu tun haben. Die Investoren üben häufig einen immens hohen Druck aus, sodass sich die oftmals jungen Manager zum Handeln gezwungen sehen. Außerdem werden einige Clubs von erfahrenen Managern aus dem Onlinebereich geleitet – und die konnten mit SEO zum Teil schon beachtenswerte Erfolge erzielen.

Für die klassischen Shopbetreiber ist diese Entwicklung nicht gerade erfreulich. Mit den Shops drücken kapitalstarke Anbieter in die SERPs, die sich dort ihre Plätze sichern möchten. Hoffnung bleibt aber: Es gibt einfach immens viele Shoppingclubs, weshalb der Wettbewerb enorm ausgeprägt ist. So mancher Club dürfte den Erwartungen der Investoren nicht gerecht werden, weshalb einige Anbieter womöglich wieder verschwinden.

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