Affiliate Betrug wieder einmal das große Thema

Geschrieben von Jochen am 21. November 2011 in Kategorie Affiliate Marketing

In den vergangenen Jahren wurde in den Online-Marketing Blogs immer mal wieder über das Thema Affiliate Betrug berichtet und teilweise auch diskutiert. Allerdings sind die meisten dieser Geschichten meist schon nach kurzer Zeit verstummt – obwohl mehrere Personen fest davon überzeugt sind, dass Lug und Betrug in der Branche einfach mit dazu gehören.

Wirklich getan hat sich zwar nichts, aber womöglich könnte sich das bald ändern. Es kommt nämlich auch immer ganz darauf an, wer sich beschwert. Dieses Mal Andreas Hörr einen Blogbeitrag veröffentlicht, in welchem er ziemlich deutlich zum Ausdruck bringt, wie er von einer Affiliate Agentur hintergangen wurde. Der Blogbeitrag hat von sich reden gemacht: Mittlerweile ist eine stattliche Anzahl an Kommentaren eingegangen und viele namhafte Personen aus der Branche haben bereits Stellung bezogen.

Anlass für den besagten Blogbeitrag ist die unkorrekte Verhaltensweise einer Affiliate Agentur. Die Agentur hatte es sich nicht nehmen lassen, Sonderprovisionen einzubehalten. Über Monate hinweg wurden Sonderprovisionen nicht verbucht – stattdessen wurde lediglich die Standardprovision gutgeschrieben. Als die fehlenden Zahlungen auffielen, lenkte die Agentur zwar ein, schob die Schuld jedoch auf einen Mitarbeiterwechsel. Im Rahmen des Wechsels will man das Gutschreiben der Sonderprovision schlichtweg vergessen haben.

Doch wie es der Zufall so will, war bei derselben Agentur nicht nur ein Partnerprogramm bzw. nicht nur ein Merchant betroffen. Bei weiteren Programmen verhielt es sich genau gleich: Publisher, die aufgrund ihrer Umsätze zusätzliche Provisionen verdienen konnten, haben diese nicht erhalten. Wie sich beim Recherchieren herausstellte, war dies kein Versehen: Die Agentur hatte mit den Merchants korrekt abgerechnet und die Sonderprovisionen kassiert – nur ausgezahlt wurden sie nicht.

Ob im besagten Fall von Betrug gesprochen werden kann, ist ein schwieriges Thema. Dafür müsste man einen Blick hinter die Kulissen haben. Allerdings könnte tatsächlich der Fall vorliegen, dass die Agentur bewusst abkassiert hat – ganz in der Hoffnung, dass die Publisher bei ihren Abrechnungen nicht so genau hinsehen und das Fehlen der Sonderprovision nicht bemerken.

Die große Frage lautet nun, wie die Branche weitermachen will. Natürlich wäre es auch dieses Mal denkbar, dass der Fall wieder in Vergessenheit gerät. Doch wie schon erwähnt wurde, wird die aktuelle Diskussion auf vergleichsweise hoher Ebene mit zahlreichen Beteiligten geführt. Es wäre also denkbar, dass die Agenturen und Netzwerke in der Tat reagieren. Allerdings braucht man sich auch nichts vormachen: Bis vollkommen transparente Wege bei jeder Agentur und jedem Netzwerk entstehen, wird mit Sicherheit noch viel Zeit vergehen – zumal sich nicht jeder in die Karten sehen lassen möchte.

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