Adblock Plus 2.0 lässt Publisher hoffen

Geschrieben von Jochen am 12. Dezember 2011 in Kategorie Online-Marketing

Quelle: Itam GmbHDie allgemeine Einstellung der Internetnutzer gegenüber Online-Werbung ist nicht gerade die beste. Wie zahlreiche Umfragen belegen, hat die Mehrheit der Nutzer eine Abneigung gegen Werbung im Internet entwickelt. Dementsprechend ist es auch nicht gerade verwunderlich, dass sich Browser-Plugins, mit denen sich Werbung von Webseiten ausblenden lässt, einer steigenden Beliebtheit erfreuen.

Tatsächlich ist es so, dass zunehmend mehr Nutzer ihre Browser mit entsprechenden Plugins ausstatten, um daraufhin werbefrei surfen zu können. Zwar handelt es sich hierbei in erster Linie um eher technisch versierte Nutzer, aber auch weniger technisch versierte Nutzer greifen immer häufiger auf derartige Plugins zurück.

Seitenbetreiber können sich über diese Entwicklung überhaupt nicht freuen. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Webangebote über Werbung finanziert werden, ist dies keine allzu große Überraschung. Eine immer größer werdende Anzahl an Publishern hat deshalb begonnen, gegen den Einsatz von Werbe-Blockern zu protestieren. So werden zum Teil Entwickler entsprechender Plugins direkt angeschrieben oder Branchenverbände werden eingeschaltet.

Diese Art von Arbeit scheint nun erste Früchte zu tragen. Wie bei Golem zu lesen ist, hat der Entwickler von Adblock Plus angekündigt, künftig Werbung zu erlauben. Hiermit ist gemeint, dass Werbung nicht mehr vollständig ausgeblendet wird. Bestimmte Arten von Werbung werden den Nutzern künftig angezeigt – sofern diese nicht den Hebel umlegen und auch diese Einblendungen abschalten.

Standardmäßig soll Adblock Plus 2.0 künftig so konfiguriert sein, dass unaufdringliche Werbung angezeigt wird. Man hat sich für die standardmäßige Aktivierung entschieden, weil sich viele Nutzer gar nicht erst an die Einstellungen heranwagen bzw. dort keine Änderungen vornehmen. Nutzer, die sämtliche Werbung ausblenden möchten, können dies jederzeit tun, indem sie die Einstellungen des Plugins ändern.

Alles in allem ist diese Entwicklung als sehr positiv zu beurteilen. Die Entwickler von Adblock Plus scheinen sich der Tatsache bewusst geworden zu sein, dass Werbung im Internet eine ganz entscheidende Rolle spielt. Schließlich können unzählige Webangebote kostenlos genutzt werden – allerdings nur, weil sie über Werbung finanziert werden. Wenn die Publisher keine Werbeeinnahmen mehr erzielen, kann der Fortbetrieb der Webangebote nicht mehr gewährleistet werden.

Wie bereits erwähnt wurde, lässt Adblock Plus lediglich unaufdringliche Werbung zu. Was unter diesem Begriff zu verstehen ist, wird aber er die Zeit zeigen. Bislang ist nur bekannt, dass die Werbung auf keinen Fall zu bunt sein darf: Was irgendwie blinkt oder sich gar bewegt, wird als aufdringlich eingestuft und somit ausgeblendet. Publisher, die sich unsicher sind, sollten das Plugin am besten selbst nutzen, damit sie Tests fahren und eigenständig herausfinden können, welche Werbeformate auf ihren Seiten genutzt werden können, ohne dass Adblock Plus sie ausblendet.

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