Weshalb Adventskalender auf Facebook so unterschiedlich performen

Geschrieben von Jochen am 19. Dezember 2011 in Kategorie Online-Marketing

logo-facebookZahlreiche Unternehmen möchten die Winterzeit nutzen, um die Anzahl ihrer Fans bei Facebook zu vergrößern. Dies wird vor allem an den zahlreichen Weihnachtskalender Aktionen deutlich. Vermutlich handelt es sich hierbei um die in diesem Jahr am häufigsten durchgeführte Art von Kampagne.

Das Prinzip ist vergleichsweise einfach. Das Unternehmen bzw. der Profilinhaber informiert seine Fans über einen regulären Beitrag über die Aktion. Jeden Tag wird ein Beitrag veröffentlicht, der direkt an die Aktion gekoppelt ist. Die Fans müssen eine bestimmte Aktion tätigen, um sich dadurch für das Gewinnspiel zu qualifizieren. In den meisten Fällen müssen sie einfach nur den Gefällt-Mir Button klicken oder auch sich selbst auf einem Bild verlinken.

Dass so viele Unternehmen derartige Aktionen umgesetzt haben, verwundert nicht. Die Aktion an sich ist äußerst reizvoll, weil sich gleich mehrere Tage lang bzw. genau 24 Mal durchgeführt werden kann. Sollte ein Fan eine Aktion verpasst haben, ist dies überhaupt nicht schlimm, weil er am nächsten Tag mitmachen kann. Außerdem gewinnen die Unternehmen mit den täglich neu stattfindenden Aktionen eine Menge Aufmerksamkeit.

Dennoch bringt der Adventskalender auf Facebook auch gewisse Schwierigkeiten mit sich. Hierzu zählt vor allem die Tatsache, dass in diesem Jahr so viele Unternehmen auf diese Strategie zurückgegriffen haben. Im Marketing sagt man häufig, dass es vor allem auf Abgrenzung ankommt: Wer aus der Menge hervorsticht, erhält besonders viel Aufmerksamkeit. Doch wenn die Mitbewerber ebenfalls mit Adventskalendern auf Facebook aufwarten, relativiert sich die Sichtbarkeit schon wieder.

Noch interessanter ist jedoch der Fakt, dass die Adventskalender Aktionen einzelner Unternehmen ganz unterschiedlich angelaufen sind. Der High-Flyer in diesem Jahr war auf jeden Fall Nutella. Es ist schon beeindruckend, wie sich das Facebook Profil entwickelt hat. Mit dem Adventskalender konnte die Anzahl der Fans innerhalb weniger Tage um 130.000 Fans gesteigert werden.

Andere Unternehmen haben es auf eine ähnliche Art und Weise versucht, sind dabei aber weitaus weniger erfolgreich gewesen. Da kommt automatisch die Frage auf, was die erfolgreichen Publisher anders machen.

Verständlicherweise kommen hier viele unterschiedliche Punkte zusammen. Sicherlich spielt vor allem die Anzahl der Fans, die bereits bei Beginn einer Aktion vorhanden sind, eine sehr große Rolle. Je mehr Fans existieren, desto mehr Leute machen mit und desto größer ist wiederum die Reichweite, die über deren Pinwände / News-Feeds erzielt wird. Dementsprechend sind derartige Aktionen nur bedingt geeignet, um bei Null zu starten. Vielmehr eignen sie sich, wenn bereits ein solider Stamm existiert. Wo hier die kritische Masse liegt, ist natürlich schwer zu sagen. Aber ohne mehrere hundert oder gar tausend Fans dürfte nicht viel zu machen sein – nur so ist gewiss, dass die Aktion von mehreren gute Multiplikatoren unterstützt wird.

Im Grunde ist dies auch schon der nächste Punkt: Man braucht Multiplikatoren. Wie man diese gewinnt, ist im Prinzip klar: Gute Inhalte bzw. die richtigen Themen und ein gekonntes Management der Community. Langweilige Facebook Profile ziehen keine Multiplikatoren an.

Aber auch der Markenname dürfte eine wichtige Rolle spielen. Bekannte Marken haben es hier wesentlich leichter, weil sich potentielle Fans vermutlich leichter mit der Marke identifizieren können bzw. sie schon wissen, was das Unternehmen zu bieten hat. Kleine Unternehmen haben diesen Bonus nicht.

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