SEO: Wieder einmal ist Content King

Geschrieben von Jochen am 18. Juni 2012 in Kategorie SEO

Wer in der SEO Szene schon seit längerer Zeit tätig ist, wird den Spruch: „Content is King“ schon unzählige Male vernommen haben. Es war ungefähr im Jahr 2007 als sich diese Erkenntnisse durchsetzen und man plötzlich von automatisch generiertem Content abkam. Damals wurde es schwer, mit solchem Content zu arbeiten. Texte mussten einen höheren Qualitätslevel erreichen und länger werden.

Seither wird diese Thematik mindestens einmal im Jahr auf breiter Ebene aufgegriffen und nicht nur in den SEO Foren, sondern auch in den mittlerweile unzähligen Blogs diskutiert. Jedes Mal entsteht dabei der Eindruck, als ob die Erkenntis, dass es ohne guten Content nicht mehr geht, vollkommen neu ist. Dabei ist sie das nicht: Selbst in den Nischen muss man bereits seit Jahren mit gutem Content am Start sein.

Viel interessanter ist die Frage nach den Qualitätskriterien, die guten Content ausmachen. Erstaunlicherweise werden zu diesem Thema vergleichsweise wenige Beiträge veröffentlicht. Auch aus einem aktuellen Beitrag bei T3N, wo über die SEMSEO berichtet wird, geht man hierauf nicht wirklich ein. Vielmehr gibt es ein paar kleinere Hinweise, die dem Interessenten kaum weiterhelfen: Der Hinweis auf längeren Content genügt nicht.

Aber zumindest wäre damit ein Stichwort genannt, nämlich die Content-Länge. Gemeint ist vorrangig der Textumfang einzelner Artikel. Hier meine ich einen gewissen Trend ausmachen zu können: Die Zeiten, in denen man günstige Texte mit einer Länge von 180 Wörtern schreiben ließ, sind wohl vorbei. Jetzt sind Texte mit einer Länge von 300 oder gar 350 Wörtern gefragt. Dies ist wohl die neue Minium-Menge – einige SEO setzen bewusst auf deutlich längere Texte.

Doch ist der Content-Umfang ein Kriterium für die Qualität? Wer seine Texte vom falschen Produzenten bezieht, wird seinen Besuchern wohl trotzdem kaum zusätzliche Informationen liefern können. Daher wage ich zu bezweifeln, dass es tatsächlich auf die Wortanzahl ankommt. Zumal es auch in Zukunft ohne Links nicht gehen wird.

Der Titel des Beitrags von T3N, der letztlich besagt, dass SEO nun zu 90 Prozent Content ist, kann schon als sehr reißerisch betrachtet werden. Guter Content macht meiner Erfahrung nach noch lange kein gutes Ranking. Ganz im Gegenteil: Richtig gute Texte gehen oft gnadenlos unter, sofern sie auf schwachen Domains bzw. Domains mit wenig eingehenden Links veröffentlicht werden.

Es bleibt daher spannend: Werden sich die SEOs in Zukunft wieder verstärkt auf den Content konzentrieren oder brauchen wir genaure Kriterien für die Bewertung Links? Langfristig halte ich es für wichtiger, auf die Links zu achten. Man beachte nur einmal die Entwicklung bei den SEO Tools. Mittlerweile gibt es ja schon Tool Anbieter, die eigene Qualitätskriterien definiert und teilweise sogar eigene Namen dafür entwickelt haben.

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