SEO-Tool Anbieter erhalten Gegenwind von Google

Geschrieben von Jochen am 24. Dezember 2012 in Kategorie SEO

Es steht außer Frage, dass SEO Tools in den vergangenen Jahren eines der großen Themen waren. Man beachte nur einmal die Entwicklung innerhalb der Branche. Viele SEO Größen haben früher ihr Geld damit verdient, Seiten zu optimieren – entweder eigene Projekte oder im Auftrag von Unternehmen. Doch so mancher SEO hat seinen Tätigkeitsschwerpunkt verlagert: Anstatt weiterhin zu optimieren, werden Tools gebastelt und gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt.

Vor zwei bis drei Jahren war die Anzahl der SEO Tools noch überschaubar, insbesondere am deutschen Markt. Im Wesentlichen gab es Searchmetrics und Sistrix. Doch innerhalb kürzester Zeit sind viele weitere Anbieter hinzukommen – und erstaunlicherweise können sich viele davon tatsächlich über Wasser halten. Es scheint, als ob die Nachfrage am Markt sehr groß ist. Daher dürfte es nicht überraschen, wenn im neuen Jahr noch weitere Toolboxen am Markt erscheinen.

Die großen Anbieter dürften mittlerweile stattliche Umsätze erwirtschaften. Bis vor kurzem sah es ganz danach aus, als ob sie die großen Gewinner sind: Die meisten Tools sind an monatliche Nutzungsgebühren gekoppelt, was letztlich bedeutet, dass sich fortlaufende Einnahmen und bei entsprechendem Management auch gute Gewinne erwirtschaften lassen.

Doch nun sehen sich die Tool Anbieter zum ersten Mal einer größeren und vor allem sehr ernsthaften Herausforderung ausgesetzt. Google hat nämlich klar gemacht, dass man mit der Verwendung seiner Daten nicht einverstanden ist. In anderen Worten: Man gestattet es den Anbietern von SEO Tools nicht, Google Daten abzufragen und dann weiterzuverarbeiten. In den USA ist das Unternehmen bereits aktiv geworden: Mehrere Anbieter von SEO Tools haben reagiert und entschieden, entweder die SERPs nicht mehr abzufragen und Daten bereitzustellen oder sie tun dies weiterhin und gehen damit bewusst ein Risiko ein.

Sicherlich wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis Google diese Thematik auch in Deutschland angeht bzw. sich mit den Anbietern in Verbindung setzt oder direkten Druck ausübt. Solcher Drück dürfte vor allem von rechtlicher Seite her kommen. Die Tool Anbieter verstehen sich nämlich darin, Google Daten abzufragen – rein technisch gesehen kann Google gar nicht so viel machen, um das ungewollte Abfragen der SERPs zu verhindern. Selbst häufigere Änderungen beim Bereitstellen der Daten werden das Google’s Problem kaum lösen können.

Somit bleibt erst einmal abzuwarten, was sich am Markt tut bzw. ob es Google wagt, rechtlich gegen die Tool Anbieter vorzugehen. Am interessantesten wäre sicherlich ein Erfolg von Google. Plötzlich wären zahlreiche SEOs dazu angehalten, ihre Daten wieder auf anderem Wege zu beschaffen. Womöglich gäbe es ein Revival der selbst geschriebenen Tools.

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